Eine kurze Geschichte der Klosterneuburger Kultur-Gesellschaft


Im Jahre 1985 gründete Maria Mazakarini in Klosterneuburg den "Verein der Freunde und Förderer kultureller Aktivitäten im Mazakarini-Haus". Das geschah auf Anraten von LH Erwin Pröll mit dem Hinweis, dass eine
Hausfront

Hausfront, Wilhelm-Lebsaft-Gasse 3

Eingang

Eingangstür, Wilhelm-Lebsaft-Gasse 3

Subvention von Veranstaltungen, wie sie bis dahin privat organisiert worden waren (1980 Klosterneuburg im Mittelalter - Geschichte eines Hauses, 1983 Türkenausstellung etc.), nur für einen Verein als Veranstalter erfolgen könne. Die Subvention wurde aber dringlich benötigt, um das von Karl und Maria Mazakarini unter hohem finanziellen und persönlichen Engagement erworbene sogenannte "Alte Haus" in der Lebsaftgasse 3 zu erhalten. Der erste Präsident des neuen Vereines war damals Univ.- Doz. Dr. Johannes Wolfgang Neugebauer. Bis 1988 fanden über 40 Ausstellungen, Lesungen, Konzerte, Vorträge und Edelflohmärkte statt. Als das Haus trotz aller Bemühungen schließlich im selben Jahr noch versteigert werden musste, ging es in den Besitz der Raiffeisenbank über. Allerdings blieb es vorerst weiterhin der Sitz des Vereines, der in der Generalversammlung am 10. 1. 1989 im Zuge einer Statutenänderung in "Klosterneuburger Kulturgesellschaft" umbenannt wurde. Etwas später in diesem Jahr musste der Verein jedoch bis auf Weiteres stillgelegt werden.

Vier Jahre später, 1993, wurde die Gesellschaft auf Initiative von Karl Mazakarini mit der Zielsetzung reaktiviert, durch historische Recherchen das Wissen um die Geschichte der Stadt Klosterneuburg zu erweitern und durch kulturelle Veranstaltungen Geschichtsbewusstsein zu fördern und lokale Identität zu vermitteln. Der Vorstand bestand damals aus Arch. Reinhold Gabriel (Präsident), Dipl.-Ing. Raimund Hofbauer, Karl und Maria Mazakarini, Dkfm. Edwin Rambossek und Jörg Würzelberger, der wissenschaftliche Beirat aus Univ.-Prof. DDr. Floridus Röhrig, Dr. Karl Brunner, Doz. Dr. Hans Jörg Ubl, Mag. Michael Duscher, Dr. Karl Holubar und Doz. Dr. Klaus Lohrmann.

Noch im selben Jahr wurde die Ausstellung „Auf dem Perg in der Stat – der Rathausplatz“ - als erste der Reihe „Menschen und Häuser in Klosterneuburg“ - präsentiert. Weitere Ausstellungen folgten über andere Stadtteile sowie über Leben und Berufe des mittelalterlichen und neuzeitlichen Klosterneuburg (siehe Veranstaltungs-Übersicht). Mit diversen Aktionen zur Erhaltung wertvoller Bausubstanz wurde das Bewusstsein von Bevölkerung und Behörden für das kulturelle Erbe unserer Stadt gestärkt und einige Bausünden verhindert bzw. gemildert.

Am 11.4.1996 wurde ein neuer Vorstand gewählt: Dr. Wolfgang Huber (Präsident), Univ.-Prof. Dr. Hans Jörg Ubl (Vizepräsident), Franz Teufner(Generalsekretär), Univ.-Prof. DDr. Heinz Flamm (Gen.-Sek. Stellvertreter), wissenschaftlicher Beirat: Dr. Karl Lohrmann, Univ.-Prof. DDr. Floridus Röhrig, Dr. Karl Holubar, Karl Mazakarini, Wolfgang und Heidemaria Weyr-Rauch.

Von der Generalversammlung am 25. Oktober 2001 bis zum 25. Jänner 2011 übte Herr Dr. Karl Holubar die Funktion des Obmannes aus. Danach erfolgte eine Neustrukturierung des Vorstandes mit Univ. Prof. Dr. Edith Specht als der Vorsitzenden der KKG.

Mit Mai 2010 war die KKG dann auch mit einer Website (www.kultur-klosterneuburg.at) im Internet präsent, erstellt und permanent gewartet von DI Heinz Köfinger.

Am 21. März 2012 verstarb der Gründungsvater der KKG Karl Mazakarini.

In der Mitgliederversammlung am 11. Februar 2015 erfolgte eine Neuwahl und Umstrukturierung des Vorstandes mit Mag. phil. Alexander Potucek als neuem Obmann der KKG.

Die Generalversamlung am 1. Juni 2017 ergab dann wiederum eine neue Struktur des Vorstandes mit Dr. Karl Holubar als Obmann, Mag. phil. Alexander Potucek als Obmann-Stellvertreter sowie Mag. art. Andreas Jasenek als Schriftführer der Gesellschaft.



Quellen:
Dipl.-Ing. Mag. phil. Raimund Hofbauer
NÖN Woche Nr. 4/1989
Fr. Maria Mazakarini
Fotos und Gestaltung: Dipl.-Ing. Heinz Köfinger